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Hyles livornica


Hyles livornica
Photo Information
Copyright: Harm Alberts (Harm-digitaal) Gold Star Critiquer/Gold Note Writer [C: 110 W: 7 N: 1968] (7604)
Genre: Animals
Medium: Color
Date Taken: 2009-05-13
Categories: Insects
Camera: Canon EOS 40 D, Canon EF 180mm f/3.5L USM Macro
Details: (Fill) Flash: Yes
Photo Version: Original Version
Theme(s): Moths of Europe 5 [view contributor(s)]
Date Submitted: 2010-01-27 12:33
Viewed: 2580
Points: 4
[Note Guidelines] Photographer's Note [Dutch]
Hyles livornica / Striped Hawk-moth / Gestreepte pijlstaart / Linienschwärmer / le Sphinx livournien ou le Sphinx orangé.

Der Linienschwärmer (Hyles livornica) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Schwärmer (Sphingidae), der vorwiegend in den altweltlichen Tropen und Subtropen beheimatet ist. Er fliegt als Wanderfalter auch nach Europa ein, bleibt hier aber abgesehen von vereinzelten Jahren mit Massenauftreten sehr selten. Das Artepitheton livornica bezieht sich auf die Stadt Livorno, wo das erstbeschriebene Exemplar gefunden wurde, ihren deutschen Namen erhielt die Art auf Grund der auffälligen weißen Flügeladern auf den Vorderflügeln.

Gesamtverbreitung
Der Linienschwärmer ist in den altweltlichen Tropen und Subtropen verbreitet und kommt von Afrika über Südeuropa, den Mittleren Osten, Zentralasien, Sibirien, den Süden Indiens und China vor. Besonders häufig findet man die Art in der äthiopischen Region, auf der Arabischen Halbinsel und der Insel Sokotra. Sie ist auch in Nordafrika und auf den Kanarischen Inseln häufig.

In Europa kommt die Art nur an den Küsten des Mittelmeers und auf den mediterranen Inseln sowie auf Madeira und den Kanarischen Inseln dauerhaft vor. Sie fliegt jedoch gelegentlich im Sommer als Wanderfalter weiter nördlich ein und kann dabei auch weit nach Skandinavien vordringen. Im Norden ist sie aber ein sehr seltener Gast und kommt auch in Mitteleuropa nur sehr spärlich vor. Die Art ist im Sommer aus Asien auch aus Novosibirsk (Bolotnoje), einigen Provinzen Chinas, Taiwan, Japan, einschließlich Okinawa sowie durch einen einzelnen Fund bei Chiang Mai in Thailand bekannt.

Der Linienschwärmer ist ein Wanderfalter, der regelmäßige und weite Wanderungen unternimmt. Insbesondere zahlreiche Falter, die sich südlich der Sahara entwickeln, fliegen Jahr für Jahr Richtung Norden und verstärken nach der Überquerung der Wüste die nordafrikanischen Populationen. Einige wenige von ihnen fliegen auch weiter nach Norden und erreichen so Mitteleuropa oder sogar den Norden Nordeuropas. Diese Einflüge erfolgen aber nicht regelmäßig und in stark schwankenden Individuenzahlen, ebenso wie die Anzahl der zufliegenden Tiere im Mittelmeerraum zum Teil beträchtlich schwankt, da die Art auch zu Massenvermehrungen neigt. So spricht Traub in Ebert zumindest von 1965 bis 1993 in Baden-Württemberg von lediglich einem einzelnen Falterfund im Jahr 1992, wohingegen im extrem starken Jahr 1946 Millionen von Linienschwärmern die Alpen überquerten und weit nach Nordeuropa einflogen. Diese Tiere haben sich vermutlich auf der Iberischen Halbinsel entwickelt, wo die Raupen insbesondere in Andalusien um Jaén in Massen auftraten. Dabei handelte es sich um die Folgegeneration von wiederum zahlreich aus Afrika eingeflogenen Tieren. Zwar sind immer wieder solche Massenauftreten dokumentiert, in einem durchschnittlichen Jahr werden jedoch nur einige wenige Individuen in Mitteleuropa beobachtet.

Die Falter fliegen im Afrika südlich der Sahara ganzjährig in kontinuierlich aufeinander folgenden Generationen. In Nordafrika findet man sie ab Februar (oder früher) bis Oktober wobei mehrere nicht scharf zu trennende Generationen ausgebildet werden und das Maximum im März oder April liegt. Im Osten Saudi-Arabiens tritt die Art von November bis April in mehreren Generationen auf, das Maximum liegt hier im Januar und Februar. Später im Jahr weichen die Falter bei länger werdenden Tageslichtperioden den bevorstehenden hohen Temperaturen aus und wandern nach Norden. Ihre Eireifung ist durch die längere Tagesdauer verzögert, die Eier reifen während der Wanderung aus und können dann in den kühleren Gebieten, etwa im Mittelmeerraum ab Ende März, abgelegt werden. Noch weiter nördlich setzt die Flugzeit später ein. In Mittel- und Nordeuropa werden einwandernde Tiere meist erst ab Mai oder Juni und dann bis September beobachtet, wobei es sich von Juli bis September einerseits um eine zweite einfliegende Generation, andererseits teilweise auch um Nachkommen der ersten eingewanderten Generation handeln kann. Diese Nachkommen sind aber selten, da Falter von Raupen, die sich bei Tageslängen von 16 Stunden und mehr entwickelt haben, wie es beispielsweise im Mai und Juni im westlichen Mittelmeergebiet um den 40. Breitengrad der Fall ist, nicht fruchtbar sind. Wie auch der Oleanderschwärmer (Daphnis nerii) benötigt der Linienschwärmer für seine Entwicklung Kurztage mit maximal 14 Stunden Licht, da sich ansonsten die Eireifung derart verzögert, dass die Eier nicht mehr zur Entwicklung kommen. Dies ist auch der Grund, warum im Extremjahr 1946 nur sehr wenige Raupenfunde aus Mitteleuropa und weiter nördlich dokumentiert sind. Ob Individuen einer zweiten Generation aus Mitteleuropa erfolgreich wieder in den Süden fliegen können ist nicht bekannt, den mitteleuropäischen Winter können sie jedoch nicht überleben.

In China fliegt die Art von April bis September, aus Russland ist sie von Anfang Juni bis Angang August nachgewiesen.

roges, jeanpaul has marked this note useful
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Critiques [Translate]

  • Great 
  • roges Gold Star Critiquer/Gold Note Writer [C: 957 W: 0 N: 1329] (6264)
  • [2010-01-27 12:49]

Hello Harm,
zeer interessant framing en het afspelen van deze soort vlinder.
Zeer interessante soorten vlinders. Thanks for posting.
Een warme en rustige avond,
Adrian

Bonjour Harm
C'est une excellent prise de vue en macro! Composition très belle avec de belles couleurs, et très beaux détails. Merci pour le partage .
Au revoir et merci....JP

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